Wichtig — nicht für deutschen Personalausweis oder Reisepass. Dafür sind selbst erstellte Bilder seit dem 1. Mai 2025 nicht mehr zulässig. Warum das so ist und was du stattdessen tun musst, steht weiter unten.
Ziehe die drei Linien an die richtige Stelle. Daraus berechnet sich der Zuschnitt millimetergenau.
Beides sind JPG-Dateien fürs Fotolabor. Der Bogen ist ein 10 × 15-cm-Abzug mit acht Bildern und Schnittlinien — so, wie ihn jedes Labor oder ein Drogeriemarkt-Automat annimmt.
Für den eigenen Drucker: eine A4-Seite mit acht Bildern, Schnittlinien und einer Kontrollstrecke. Ein JPG taugt dafür schlecht, weil jedes Anzeigeprogramm es auf die Seite skaliert — dann sind es keine 35 × 45 mm mehr. Ein PDF bringt seine Maße selbst mit.
Warum nicht für Personalausweis und Reisepass?
Seit dem 1. Mai 2025 dürfen für Personalausweis, Reisepass und elektronischen Aufenthaltstitel keine selbst erstellten Lichtbilder mehr verwendet werden. Das Foto muss von geschultem Personal aufgenommen und verschlüsselt über eine zertifizierte Cloud an die Behörde übermittelt werden. Die Übergangsfrist für Papierbilder endete am 31. Juli 2025.
Das ist keine Auslegungssache: Die technische Richtlinie des BSI (TR-03121-3.2) schließt Selbstaufnahmen wörtlich aus — „facial images taken by the enrolee him- or herself (selfie) shall not be used" — und untersagt ausdrücklich auch Weitwinkelaufnahmen, also die übliche Frontkamera eines Smartphones.
Was du stattdessen tun kannst:
- Zu einem Fotografen oder in eine Drogerie mit digitaler Übermittlung gehen.
- Das Foto direkt im Bürgeramt am Terminal aufnehmen lassen — das kostet bundesweit einheitlich 6,00 €.
Wofür dieses Werkzeug gedacht ist
| Führerschein | braucht ausdrücklich weiterhin ein Papierbild |
| Visa für Nicht-EU-Staaten | eigene Vorgaben je Land — Maße vorher prüfen |
| Ausländische Pässe | viele Länder erlauben selbst eingereichte Bilder |
| Bewerbungsfotos | keinerlei formale Vorgaben |
| Gesundheitskarte, Dienst- und Mitgliedsausweise | je nach Stelle |
Wie fotografiere ich?
- Nicht per Selfie-Arm. Lass jemanden das Foto machen, aus etwa zwei Metern mit der Rückkamera und Zoom. Die Frontkamera verzerrt die Gesichtsproportionen spürbar.
- Heller, glatter Hintergrund — eine weiße Wand genügt. Abstand halten, sonst wirft der Kopf Schatten.
- Gleichmäßiges Licht von vorn, kein Gegenlicht, keine harte Sonne.
- Gerade in die Kamera, neutraler Gesichtsausdruck, Mund geschlossen, beide Augen offen und sichtbar.
- Das Foto sollte mindestens 1100 Pixel hoch sein, damit 600 dpi ohne Hochrechnung erreicht werden.
Die Linien selbst setzen
Gemessen wird von Kinn bis Scheitel, einschließlich Haar — nicht bis zum Haaransatz. Zwei Linien zu setzen dauert fünf Sekunden und ist danach exakt statt geschätzt. Bei Brille, Kopftuch, Mütze oder Glatze ist es ohnehin der einzige verlässliche Weg.
Prüfhilfe, keine amtliche Prüfung
Die eingeblendete Schablone und die Maßangaben helfen dir, Kopfhöhe und Augenlinie einzuhalten. Sie sind keine Konformitätsprüfung: Hintergrundgleichmäßigkeit, Schattenwurf, Brillenreflexionen und Gesichtsausdruck lassen sich so nicht beurteilen. Im Zweifel entscheidet die annehmende Stelle.
Was passiert mit meinem Foto?
Nichts verlässt deinen Browser. Zuschnitt, Skalierung und der Druckbogen entstehen auf deinem Gerät. Gerade bei Gesichtsaufnahmen ist das keine Kleinigkeit — biometrische Daten gehören zu den besonders geschützten Kategorien der Datenschutz-Grundverordnung.